Gestern Abend durfte ich eine ganz besondere Einladung wahrnehmen: Ich war zu Gast bei der Jahreshauptversammlung des Garten-und Verschönerungsvereins Beuerberg-Herrnhausen e.V. Der Kontakt entstand auf einem wunderbaren Weg – Manuela Kreitmeir aus dem Vorstand des Gartenbauvereines war über eine Internetrecherche auf mich aufmerksam geworden, da sie gezielt nach jemandem suchte, der die Kunst der Fermentation vermitteln kann.
Es erfüllt mich mit großer Freude, wenn ich sehe, wie lebendig und engagiert unsere Vereinskultur ist. Der Vorstand in Beuerberg ist ein tolles Beispiel dafür: Die Gruppe hat ihre Ämter erst vor einem Jahr übernommen und führt den Verein mit so viel Eifer, Herzblut und frischem Wind, dass es eine wahre Freude ist. Es ist ein sehr rühriger und sympathischer Verein, der übrigens immer offen für neue, engagierte Mitglieder ist, die Lust auf Garten und Gemeinschaft haben.
Theorie trifft Praxis: Die Fermentations-Performance
Vor vollem Haus starteten wir mit einem theoretischen Ausflug in die Welt der Mikroorganismen, bevor wir direkt in die Praxis übergingen. In einer Art „Gär-Performance“ haben wir gemeinsam vier verschiedene Fermente angesetzt:
- Bärlauch-Ferment: Eine würzige Bärlauch-Salza, die den Frühling konserviert.
- Buntes Gartenglas: Ein optisches Highlight aus verschiedenen Gemüsesorten, das im Glas einfach fantastisch aussieht.
- Knoblauch in Honig: Eine Kombination, die durch die Fermentation einen ganz außergewöhnlichen, tiefen Geschmack entwickelt.
- Eingelegte Zitronen: Mein persönliches Highlight des Abends – sowohl optisch als auch olfaktorisch ein Erlebnis, das sofort Urlaubsgefühle weckt.
Probieren geht über Studieren
Nach dem offiziellen Teil wurde es gesellig. Ich hatte eine Auswahl an Kostproben mitgebracht, damit die Teilnehmer direkt erleben konnten, wie vielfältig fermentierte Lebensmittel schmecken. Es gab klassisches Kimchi, würziges Lauch-Kimchi, erfrischenden Wasserkefir, Milchkefir und spritzigen Kombucha. Auch fermentierte Karotten, Kohlrabi und bereits fertiger fermentierter Bärlauch sowie die „ominösen“ Knoblauchzehen und natürlich die Salzzitronen nebst rosa fermentiertem Blumenkohl wurden neugierig verkostet.
Natürlich durfte auch mein selbstgebackenes Sauerteigbrot nicht fehlen, das wunderbar zu den verschiedenen Fermenten passte.
Ein Geschenk für die Zukunft
Als krönenden Abschluss gab es eine kleine Verlosung. Fünf Teilnehmer konnten sich über Sauerteig-Startersets freuen, um direkt zu Hause loszulegen. Dazu kam auch ein besonderes Set für einen süßen Sauerteig – mal etwas ganz anderes für die heimische Backstube!
Ich bin mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gefahren. Es ist schön zu sehen, wie offen und interessiert die Menschen in Beuerberg sind. Ein herzliches Dankeschön an Manuela und den gesamten Vorstand und alle Teilnehmer für diesen inspirierenden und herzlichen Abend!






